München

Familien- und Sexualerziehung in Bayern:
Spaenle setzte Richtlinien mit gravierenden Änderungen in Kraft

Liebe Freund*innen der Vielfalt,

der bayerische Kultusminister hat am 15.12.2016, die Richtlinien für Familien- und Sexualerziehung unterzeichnet. Das hört sich zunächst gut an. Jedoch wurden zur ursprünglich im März 2016 vorgestellten Fassung einige gravierende Veränderungen vorgenommen. Die vom Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München vorgebrachten Forderungen wurden dabei komplett missachtet.

Die wesentlichen Änderungen der Richtlinien im Vergleich zum Entwurf vom März 2016 und unser Statement dazu haben wir in unserer Pressemeldung zusammengefasst.

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Der erste, für bayerische Verhältnisse “progressive” eigene Entwurf wurde damit nun ausgerechnet durch den Kultusminister um Jahre zurückgeworfen. Das Hauptaugenmerk liegt nun wieder auf der Betonung von Unterschieden zwischen Heteroidentiät und queerer Identität. Und letztere muss jede*r zwar respektieren, aber eben nicht akzeptieren.

Das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München wird sich aber dadurch nicht beirren lassen. Jetzt ist es wichtig, gemeinsam mit Eltern, Lehrer*innen, Gewerkschaften und Verbänden und Aufklärungsprojekten für eine zeitgemäße Familien- und Sexualerziehung zu kämpfen – damit die Schule endlich ein Ort der Akzeptanz wird.

Euer Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München

 

Schreiben des Kultusministers:

http://buendnisvielfaltstatteinfalt.de/wp-content/uploads/2015/05/Schreiben-MdL-Güll-Richtlinien-für-die-Familien-und-Sexualerziehung.pdf

Neue Richtlinien:

http://buendnisvielfaltstatteinfalt.de/wp-content/uploads/2015/05/Text-der-Richtlinien-für-die-Familien-und-Sexualerziehung-vom-15.12.201….pdf

Richtlinienentwurf von März 2016:

http://buendnisvielfaltstatteinfalt.de/wp-content/uploads/2015/05/ENTWURF_Richtlinien_Sexualerziehung.pdf

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Liebe Freund*innen der Vielfalt,

nach einigem Hin und einigem Her kam es am Dienstag, den 6. Dezember zu einem Treffen im Kultusministerium (Queer.de und Männer-Magazin berichteten). Im Gespräch mit dem Kultusminister Dr. Spaenle und Ministerialrat Dr. Ellegast stellte sich heraus, dass das Ministerium einigen Forderungen der erzkonservativen “Demo für Alle” nachgeben will, die eine akzeptanzfördernde Sexualpädagogik torpedieren und das Entwickeln einer eigenverantwortlichen Haltung zur Sexualität stören würden.

Das „Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München“ hat nun in fünf Punkten seine Forderungen für die neuen Richtlinien zusammengefasst und an das Kultusministerium übermittelt.

2016-12-11-aktionsbuendnis-vielfalt-statt-einfalt-forderungspapier

Jetzt aktiv werden und Forderungen unterstützen:

Das Kultusministerium darf den trans- und homosexuellenfeindlichen Forderungen der “Demo für Alle” nicht nachgeben. Schreibt das Kultusministerium und CSU-Abgeordnete in eigenen Briefen oder E-Mails an:

Liste CSU-Abgeordnete:

https://www.bayern.landtag.de/abgeordnete/abgeordnete-von-a-z/fraktion/csu/

Adresse Kultusministerium:

Bayerisches Staatsministerium für
Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Herrn Staatsminister Dr. Spaenle
Herrn Ministerialrat Dr. Ellergast

80327 München

Danke für die Unterstützung. Wir bleiben dran informieren wieder, sobald es etwas neues gibt.

Euer Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München

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Jetzt mitzeichnen: Offener Brief an Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

Liebe Freund*innen der Vielfalt,

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat am Montag, den 12.09.2016 Gegner*innen einer Schulaufklärung über Homo-, Trans-, Bi- und Intersexualität in seinem Ministerium empfangen.

Wie das trans- und homophobe Protestbündnis “Demo für alle” in einer Pressemitteilung bekannt gab, habe der CSU-Politiker dabei zugesichert, “den aktuellen Richtlinienentwurf für die Familien- und Sexualerziehung an den bayerischen Schulen vorerst nicht in Kraft zu setzen”, und versprochen, sich mit einem überreichten Forderungskatalog zu befassen (Queer.de berichtete).

  • Das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München hat die Überarbeitung der Richtlinien mitverfolgt. Diese sind ohnehin nur bedingt progressiv, aber mit der Thematisierung von Vielfalt im Unterricht immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
  • Nachdem zwischenzeitlich am 27.10.2016 im Bildungsausschuss ein weiterer Antrag von Bündnis 90/Die Grünen im bayerischen Landtag von der CSU abgeleht wurde, steht nicht nur infrage, wann die bereits abgestimmten Richtlinien in Kraft treten werden. Wir sehen vor allem die Gefahr, dass den Forderungen der reaktionären Akteur*innen der sogenannten “Demo für Alle” nachgegeben wird und entsprechende Textpassagen aufgrund der Interventionen dem Rotstift zum Opfer fallen (Queer.de berichtete).

Dagegen wehren wir uns mit einem offenen Brief an den Kultusminister Dr. Spaenle.
Wir fordern ihn dazu auf, die mit pädagogischen Fachkräften abgestimmten Richtlinien sofort in Kraft zu setzen. (So wie es im Bericht des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 15. Februar 2016 angekündigt war)

Der offene Brief mit allen Erstunterzeichnenden und Unterstützenden – Stand 30.12.2016:

Download Offener Brief an Kultusminister Spaenle – Stand 30-12-2016

Ein breiter Kreis unterstützt unseren Aufruf: Unter den Erstunterzeichnenden sind teilweise prominente Personen aus Politik und Wissenschaft, Aktivist*innen, Pädagog*innen, Autor*innen, Journalist*innen, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Gewerkschaften und deren Vertreter*innen.

Die Möglichkeit der Mitzeichnung des offenen Briefes ist abgeschlossen.

Offener Brief an den bayerischen Kultusminister Dr. Spaenle

Macht mit und bringt mit uns gemeinsam die Akzeptanz von Vielfalt in Bildung und Gesellschaft voran!

Euer Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München

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Liebe Freund*innen,

aufgrund der gestrigen Ereignisse sagen wir unsere morgige Kundgebung „Vielfalt für Alle“ am 24.07.2016 am Richard-Strauss-Brunnen in München ab.

Wir sind voller Trauer über die Opfer und sprechen deren Angehörigen und Freund*innen unser vollstes Mitgefühl aus.

Liebe Unterstützer*innen, Danke für Eure Solidarität, für die Mithilfe und Euer Verständnis. Und ein herzliches Dankeschön an die Redner*innen, die am morgigen Sonntag unsere Kundgebung mitgetragen hätten.

Auch in Zukunft setzen wir uns für eine friedliche Gesellschaft ein, die Menschen und ihre Vielfalt wertschätzt und akzeptiert.

Bitte gebt diese Nachricht in Euren Netzwerken weiter.

Euer Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München

PS: Die Veranstaltung “Demo für Alle” ist abgesagt!

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Die „Demo für Alle“ meldet erneut eine Kundgebung in München an.

Am Sonntag, den 24. Juli will der Verein “Ehe-Familie-Leben e.V.” ab 14:00 Uhr vor dem Justizpalast (Elisenstraße 1) eine „Weckruf-Demonstration“ unter dem Motto ” Stoppt Gender und Sexualpädagogik der Vielfalt.” durchführen. Hinweis: Bereits im Juni meldete der Verein eine Demo an, die jedoch nicht stattfand. Diese Demo war jedoch nicht öffentlich angekündigt – wohingegen dieser Termin aktuell verbreitet wird.

Der seit Mitte Dezember 2015 eingetragene Verein “Ehe-Familie-Leben” wird von Hedwig von Beverfoerde aus Magdeburg geleitet. Beverfoerde hatte zuvor mit der “Initiative Familienschutz” mehrere Demonstrationen in Stuttgart organisiert. Die “Initiative Familienschutz” arbeitete unter dem Dach des Trägervereins “Zivile Koalition e.V.”,deren Gründerin die AFD-Politikerin Beatrix von Storch war.

Wir halten dagegen! Kommt zur Kundgebung „Vielfalt für Alle!“

Das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt-München veranstaltet anlässlich des Auftrittes der queerfeindlichen „Demo für Alle“ die Kundgebung “Vielfalt für Alle”.

Datum:Sonntag, 24. Juli 2016 voraussichtlich 13:00 Uhr

Ort und Zeitpunkt: um 12.30 Uhr am Richard-Strauß-Brunnen (Neuhauser Straße 8).

Facebook-Seite: www.facebook.com/buendnisvielfaltstatteinfalt

Facebook-Veranstaltung: www.facebook.com/events/820116464754612/

Wir wenden uns gegen die sogenannte „Demo für Alle“ und deren Ableger, wie auch immer sie sich nennen. Ziel ihrer Aktion in München ist es, die geplante Einführung der überarbeiteten Richtlinien für Sexualerziehung in Bayern zu verhindern. Diese Richtlinien sollen unter anderem dazu führen, dass Lehrer*innen Hetero-, Homo-, Bi-, Trans-und Intersexualität ohne Vorurteile ansprechen. Dagegen arbeiten die Organisator*innen gezielt mit Fehlinformationen und verschwörerischen Begriffen wie “Gender-Ideologie”, “Sexualisierung” und “Indoktrination”. Sie zeichnen ein Bild der Zerstörung “klassischer” Familienstrukturen. Und das alles, weil Schüler*innen lernen sollen, Lebensidentitäten jenseits der Heteronormativität zu akzeptieren…

Setzt mit uns gemeinsam ein Zeichen für die Akzeptanz von Vielfalt in Bildung und Gesellschaft und gegen die LGBTTIQ*-feindliche Hetze der sogenannten “Demo für Alle”!

Bringt Regenbogenfahnen und Schilder mit. Seid bunt, fröhlich und queer.

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Für Akzeptanz in Bildung und Gesellschaft – auch in den bayerischen Bildungsplänen!

Das „Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München“ setzt sich für Vielfalt und Akzeptanz in Bildungseinrichtungen und Gesellschaft ein:

  • Kinder und Jugendliche müssen in einem angstfreien und wertschätzenden Klima einen selbstbestimmten, verantwortlichen und gewaltfreien Umgang mit Sexualität und der eigenen Identität erlernen können. Sie müssen altersangemessen mit dem umgehen können, was in ihrer Lebenswelt präsent ist.
  • Alle Kinder und Jugendliche haben Anspruch darauf, in einem akzeptierenden schulischen und sozialen Umfeld aufzuwachsen, das freie Entfaltung und Stärkung ihrer Persönlichkeit ermöglicht, frei von Mobbing und Diskriminierung. Sexualpädagogik stärkt Kinder und Jugendliche: Sie lernen, offen und selbstbewusst über ihre Gefühle zu reden, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und die der anderen wahrzunehmen und zu respektieren. Sie müssen wissen und artikulieren können, was sie wollen bzw. was sie nicht wollen. Dies unterstützt den Schutz vor sexuellem Missbrauch, aber auch eine spätere selbstbestimmte Sexualität und Prävention bezüglich sexuell übertragbarer Krankheiten. Denn auch eine erfolgreiche Gesundheitsförderung kann nur in einem Klima der Offenheit und der Wertschätzung gedeihen.
  • In den bayerischen Kitas und Schulen sind Heteronormativität und die traditionelle Ehe und Familie das alles beherrschende Bild. Wir treten dafür ein, dass die Vielfalt von sexueller Orientierung und Geschlecht, von Familien- und Rollenbildern selbstverständliches Querschnittsthema in allen Bildungseinrichtungen – auch in Bayern – wird. Sexualpädagogik ist immer auch Anti-Diskriminierungsarbeit. Dazu gehört die Vermittlung der Gleichwertigkeit von Hetero-, Bi- und Homosexualität genauso wie von Cis, Trans* und Intersexualität.

Jetzt mitmachen beim „Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt –München“

Wir sind ein Kreis von Vertreter*innen aus Gewerkschaften und zivigesellschaftlicher Organisationen, unter anderem in der Bildungsarbeit und Toleranz-Erziehung Tätige, queer-politische und queer-feministische Aktivist*innen und Engagierte aus der Antidiskriminierungsarbeit. Unsere Initiative ist überparteilich und positioniert sich gegen jede Form von Diskriminierung. Wir wollen uns pro-aktiv für Akzeptanz, Sichtbarkeit und Gleichwertigkeit von LSBTIQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter*, Queer), insbesondere im Bereich Schule und Bildung einsetzen und uns untereinander in unserer Arbeit bestärken.
Ein Aktionsbündnis benötigt Partner und Unterstützer*innen. Durch Vernetzung und Öffentlichkeit können wir Bewegung in die Debatte um Vielfalt und Akzeptanz in Bildungseinrichtungen bringen.

Kontakt per E-Mail unter: info@vielfalt-in-muenchen.de

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Das „Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt – München“

Aktionsbündnis gegen Homophobie e. V. Aufklärungsprojekt München e. V.
DIE LINKE QueerBundesarbeitsgemeinschaft und Arbeitsgemeinschaft München Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)Stadtverband München
HM Queer Julis München
Matthias Keitel Kontaktgruppe Munich Kiev Queer
Landesarbeitskreis Queer.Grün.Bayern Münchner Aids Hilfe e. V.
Queer Campus Queertreiber
rosa liste München Schwule Lehrer Bayern
sdaj München sub. e. V. Schwules Kommuniktations- und Kulturzentrum
VivaTS München

 

Danke an die Unterstützer*innen der Kundgebung am 28.03.2015!

 

Unterstützer*innen zivilgesellschaftliche Organisationen

 

Aktion Humane Schule e. V. – Bayern Amanda – Projekt für Mächen und junge Frauen
AWO München gemeinnützige Betriebs-GmbH Bundeskonferenz der schwulen, schwullesbischen und
queeren Referate und Hochschulgruppen
Bund Naturschutz Kreisgruppe München DIDF Jugend München
DJane’s Delight ~ FRAUENFEST München Fachschaft Fakultät 11 Angewandte SozialwissenschaftenHochschule für angewandte Wissenschaften München
Forum Homosexualität München GEW Landesverband Bayern
IMMA e.V. – Initiative für Münchner Mädchen Jugendzentrum DIVERSITY München
Les Mamas e. V. LesBay out & in
LeTRa – Beratungsstelle des Lesbentelefons e. V. LSVD Bundesverband
MiLes – Freizeitgruppe für mitteljunge Lesben München ist bunt
powerlesben pro familia Ortsverband München e. V.
PrOut@Work-Foundation (PROUT AT WORK) Quarteera
queerelations Queer Referat der Studierendenvertretung der LMU
Regenbogenväter StadtschülerInnenvertretung München
TransMann e. V.  Glockenbachwerkstatt

 

Unterstützende Abgeordnete  

 

Ulrike Dierkes-Morsy
Landesvorständin DIE LINKE Bayern
Lydia Dietrich
Stadträtin – Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste München
Nicole Gohlke Mitglied des deutschen Bundestages – Fraktion DIE LINKE Beate Jenkner
Bezirksrätin Oberbayern – DIE LINKE
Christine Kamm
Mitglied des bayerischen Landtags – Bündnis 90/Die Grünen
Dominik Krause
Stadtrat – Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste München
Andreas Lotte
Mitglied des bayerischen Landtags – SPD Bayern
Thomas Niederbühl
Stadtrat – Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste München
Florian Ritter
Mitglied des bayerischen Landtags – SPD Bayern
Laura Schimmel
Landesvorständin – DIE LINKE Bayern
Claudia Stamm Mitglied des bayerischen Landtags – Bündnis 90/Die Grünen Bayern Claudia Tausend
Mitglied des Deutschen Bundestages – SPD
Doris Wagner
Mitglied des Deutschen Bundestages – Bündnis 90/Die Grünen
Beate Walter-Rosenheimer
Mitglied des Deutschen Bundestages – Bündnis 90/Die Grünen
Brigitte Wolf
Stadträtin – DIE LINKE München

 

Unterstützende Parteien und parteinahe Verbände

 

Bündnis 90/Die Grünen MünchenKreisverband MünchenOrtsverbände Au-Haidhausen, Sendling, Schwabing-Maxvorstadt, Zentral DIE LINKE Bayern
FDP München und Bayern Grüne Jugend München
Jusos münchen Linksjugend [solid] München
LiSL – Liberale Schwule und Lesben Bayern Schwusos München
SPD München